Borderlands

Der Beginn von Borderlands ist einfach gestaltet, lässt kaum erahnen was auf einem zukommt (wobei nicht ganz, die gesprächigen Roboter gibt es später noch öfters). Nach den ersten wackeligen Gehversuchen und einem bald gefüllten Inventar zeigt sich mehr ein Chaos. Welche Waffen gilt es zu behalten, welche muss man – sehr bald dank Platzmangel – zwangsweise verkaufen. Ein Gefühl welches sich auch später im Spiel kaum verbessert, immerhin der Inventarplatz lässt sich vergrößern.

screenshotDas Spiel bleibt aber immer ein Ego-Shooter, wer also nicht eine völlige und absolute Abneigung gegen RPGs hat sollte sich nicht abhalten lassen und dieses Spiel ausprobieren. Die angesprochene Schwäche, die Qual der Wahl, ist gleichzeitig eine große Stärke des Spieles. Ständiges herumlaufen, Waffen aufheben, vergleichen ob die Werte besser sind – was aber immerhin einigermaßen Komfortabel möglich ist – und was nicht gebraucht wird wieder verkaufen. Es entwickelt sich damit eine regelrechte Sammelwut, die oft schon mehr Zeit in Anspruch nimmt als Missionen.

screenshotAber von diesen gibt es mehr als genug. Leider fehlt eine klare Abgrenzung zwischen Haupt- und Nebenmissionen, wenngleich es sich hierbei vielleicht auch nur um eine Gewohnheit handelt die man plötzlich vermisst (und sich dann fragt, wieso man sie vermisst). So zwingt einem niemand Missionen am schwarzen Brett zu machen, wenngleich es dank zusätzlicher Erfahrungspunkte oder netter Bonuswaffen durchaus empfehlenswert ist. Für Abwechslung im Missionsdesign ist gesorgt, obwohl es auch einige wiederkehrende Aufgaben gibt.

screenshotFür deutlich weniger Abwechslung sorgt die Spielwelt. Wer die Wüste nicht leiden kann darf prinzipiell nicht hoffen, dass es später im Spiel deutliche Veränderungen gibt. Aber das interessante ist, obwohl ich normalerweise Wüstenszenarien selbst als trostlos einschätze und somit sicherlich in diese Kategorie gehöre, fällt es nicht so negativ auf. Im Nachhinein betrachtet wäre etwas Abwechslung zwar wünschenswert gewesen, aber anderseits wurde die Welt rund um Pandora sehr wohlüberlegt und passend gestaltet. Was für das Szenario gilt, wurde leider auch in gewisser Weise für die Feinde angewendet. Erst im letzten Teil des Spieles gibt es neue Hauptgegner, davor gibt es gefühlte drei Feindtypen: Skags, Banditen und Spiderants. Von diesen angesprochenen Gruppen gibt es zwar durchaus mehrere Variationen die sich deutlich anders verhalten, aber ein fader Nachgeschmack bleibt erhalten.

Borderlands war und ist eine Überraschung. Mit eher gemäßigter Meinung wurde das Spiel gestartet, mit umso größerer Begeisterung beendet. Der RPG-Teil des Spieles ist zwar nicht nur nettes Beiwerk, andererseits keinesfalls so stark hervortretend, dass es unangehm wird. Vielmehr bieten die Aspekte wie die große Anzahl an Waffen sowie Levelaufstieg eine mehr als angenehme Erweiterung des Ego-Shooter Genres, welches ansonsten (meiner Meinung nach) kaum mit irgendwelchen rühmlichen Innovationen glänzen kann. Somit darf ich fast soweit gehen und selbst Verweigerer des Genres zumindest einen Blick empfehlen. Noch eine wichtige Sache, der Humor kommt in Borderlands auch nicht zu kurz, die Story nimmt sich kaum sonderlich ernst, auch die Feinde die einem begegnen können das sicherlich nicht von sich behaupten.

Ein Gedanke zu „Borderlands“

  1. Also i find BORDERLANDS afoch nur SAU GEIL!!!!

    schade find ich, dass man „nur“ max zu viert spielen kann….bei dem riesen areal wäre es mit mehr spielern im Coop sicher lustiger ^^

    aber immer hin gibts an coop modus..

    hab mi das game seiner zeit gleich zum release gekauft und da es NEU jetzt eh nur mehr 40 € kostet und dazu auch noch ALLE AddOns dabei sind, ist es ein ABSOLUTES MUSS!!!! 😉

    lg DaMani

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